Autonomes Fliegen

Design Juni 05, 2020

Ein Schülerblog von Cristoph Schwarzl und Markus Tomsik.

Autonome Flugzeuge bzw. Flugtaxis sind ein Meilenstein in der Technikbranche sowie in der Transportationsbranche. Das hat auch der Fahrtdienst „Uber“, welcher mittlerweile eine ganze Konferenz über Flugtaxis organisiert, erkannt. Aber auch viele Start-up-Unternehmen und andere etablierte Unternehmen versuchen den großen Durchbruch zu schaffen.

EVA X01

Ein Unternehmen davon ist „EVA“. Das französische Unternehmen arbeiten an einem Fluggerät welches den Namen „EVA X01“ trägt. Das Fortbewegungsmittel sieht meiner Meinung nach aus wie ein kleines Auto mit Flügeln. Ich bin jedoch nicht der einzige der das so sieht, andere Journalisten betiteln das Gerät auch als fliegendes Auto

Aber das „kleine Flugzeug“ ist technisch gut ausgerüstet. Es besitzt 26 elektrisch betriebene Propeller und acht kleine Motoren unter dem Flügel, welchem es einen vertikalen Start ermöglicht. Es ist möglich einen Großteil der Flügel einzuklappen, um besser landen zu können. Der Maschine soll es möglich sein zwei Passagiere mitzunehmen bzw. Ladung mit einer maximalen Masse von 250kg. Laut Herstellerangaben soll die Maximalgeschwindigkeit bei ca. 300 km/h liegen und durch die eingebauten Batterien eine Reichweite bis zu maximal 250 km haben. Das Fluggerät ist komplett autonom und benötig keinen Lenker, dies wird mit Hilfe von einem Radarsystem, zwölf Kamerasensoren und einem Lidarsystem ermöglicht. Letzteres wird für optische Abstandsmessungen verwendet. Weiters ist wichtig, dass das Gerät, laut Angaben des Herstellers auf dessen Homepage, auf einem Parkplatz landen kann, der 520 cm lang, 220 cm breit und 270cm hoch ist. (Electric VTOL News, 8. Juni 2019 http://evtol.news/aircraft/eva-x01/)

Das Fortbewegungsmittel soll als Taxi, aber auch als persönliches Verkehrsmittel verwendbar sein sollen.

Ehang 216 Flugtaxi Premiere in Wien

Während des 4Gamechanger Festivals wurde das Flugtaxi Ehang 216 am Donnerstag der Öffentlichkeit präsentiert. Im Austria-Stadion gab es einen Testflug. Das autonome, elektrisch betriebene Fluggerät wird von dem österreichischen Luftfahrt-Zulieferer FACC und der ProSiebenSat.1Puls4-Group entwickelt sowie beworben und kostet laut Mitbegründer und Marketingchef Derrick Xiong um die 300 000 €. Der ehemaliger Verkehrsminister Hofer meint: „Diese Drohne wird alles ändern“ und Österreich sollte so schnell wie möglich Bedingungen für die autonomen Flugtaxis stellen.

Der FACC-CEO Robert Machtlinger ist überzeugt und sagt, dass autonomes Fliegen früher möglich sein wird, als autonomes Fahren.

Neben dem Transport sollen laut Xiong auch andere Dienstleistungen, wie Paketlieferung, Essenslieferung und vieles mehr möglich sein.

Ubers Lufttaxi

Uber hat ein neues Konzept für ein Flugtaxi gezeigt. Das Flugzeug soll Passagiere transportieren und bis 2023 reif für den Serienbetrieb sein.

Was Das Flugzeug auszeichnet ist, dass bei diesem Fluggerät die Propeller nicht in entgegengesetzte Richtungen drehen, was meist wegen der Stabilisierung gemacht wird. Uber empfindet das als unnötig, da laut ihrer Meinung gleichdrehende Rotoren einen leiseren und leistungsstärkeren Betrieb ermöglichen.

Das futuristische Gerät besitzt einen Horizontalrotor und vier Vertikalrotoren. Der Betrieb erfolgt nur elektrisch und der Start und das Landen soll auf Skyports, also auf großen, für den Betrieb optimierten Dächern, erfolgen. Die Flugtaxis sollen zukünftig in der Lage sein autonom fliegen zu können.

Abbildung 1: Ubers Flugzeug

Airbus-Flugtaxi

Auch Airbus arbeitet an einem autonomen Flugtaxi. Das Gerät, welches unter dem Codenamen „Vahana“ bekannt ist soll für den autonomen Betrieb optimiert sein. In Zukunft soll man es über das Smartphone bestellen können, wie bei den meisten Anbietern. Der Prototyp ist 6,2 Meter breit, 5,7 Meter lang und 2,8 Meter hoch, die Maximallast des Transportierten darf maximal 745 kg betragen.

Die Technologie ist sehr ausgeklügelt und wird in folgendem Video veranschaulicht: https://vimeo.com/221950605

Der Volocopter

Der Volocopter soll ähnlich wie das vorher genannte Fluggerät von Uber agieren. Zwischenlandungen erfolgen hier auch auf Hausdächern. Von den Herstellern wird er auf der Website durch folgende Punkte beworben:

· Er erfüllt alle internationalen Sicherheitsstandards
· Durch optimiert Elektromotoren ist er leise
· Vollständig autonomer Flug oder Steuerung per Joystick mit Assistenzsystemen
· Kein Verbrennungsmotor
· Weltweit der erste Multicopter mit einer Zulassung für bemannte Flüge

Abbildung 2: Der Volocopter

Vorteile, Nachteile und Meinungen

Ein großer Vorteil gegenüber autonomen Autos, so meint auch EVA-CEO Olivier, ist, dass große Staus sehr leicht umgangen werden können. Ein weiterer Vorteil, so meinen alle Hersteller, ist, dass das autonome Fliegen wesentlich sicherersein kann, sofern die Technik ausgeklügelt genug ist.

Das wichtigste neben der Sicherheit ist für die Konsumenten, dass der Preis für die Fahrt vergleichbar sein soll mit dem eines Taxis, jedoch ist es um ein Vielfaches schneller.

Doch es gibt auch negative Punkte. Ein Beispiel wäre der Grund warum autonome Luftfahrzeug noch nicht verbreitet sind. Denn Chris Day, Technischer Direktor des Drohnenherstellers Schiebel, meint, dass die genannten Drohnen derzeit in der Praxis unzureichend getestet wurden. Das Testen der Geräte in urbanen Verhältnissen sei unrealistisch. Mit den Zitaten: „Die Zertifizierung ist das schwierigste“ und „Europa braucht dringend Regeln für Flugtaxis“ beschwerten sich viele Hersteller.

Dennoch meinte Uber-Chef Dara Khosrowshahi Anfang 2018, dass in zehn Jahren Flugtaxis kommen werden. Der Chef der österreichisch-chinesischen FACC AG hingegen sagt aber: „In den nächsten zehn bis zwanzig Jahren wird der Luftfahrtbereich wahrscheinlich unverändert bleiben.“ Jedoch sind sich alle Forscher sicher, dass der Umbruch definitiv stattfinden wird und sehr große Folgen haben wird.

Der Digitalverband Bitkom veröffentlicht Statistiken einer Umfrage. Kurzgesagt teilten 70 Prozent der Befragten die Meinung, dass sie sich in kein autonomes, oder ferngesteuertes Flugzeug setzen würden. Bei den anderen sahen viele als großen Vorteil dabei, dass Probleme durch körperliche Beeinträchtigung des Piloten verhindert werden und die Technik wesentlich präziser und intelligenter agieren kann. 93 Prozent der insgesamt Befragten sagten jedoch, dass kein Programm die Erfahrung eines langjährigen Piloten ersetzen kann und 87 Prozent hätten Angst vor Cyberterroristischen Attacken auf eines dieser Fluggeräte.

Quellen

- http://evtol.news/aircraft/eva-x01/
- https://futurezone.at/search/flugtaxis%20in%20europa/date/5/1
- https://futurezone.at/digital-life/ehang-216-flugtaxi-feiert-europa-premiere-in-wien/400456561
- https://futurezone.at/science/uber-praesentiert-sein-lufttaxi/400032877
- https://futurezone.at/digital-life/video-zeigt-ersten-flug-von-airbus-flugtaxi/400004687
- https://www.volocopter.com/de/

Christoph Schwarzl

zusammen mit Markus Tomsik

Member of VUCA- project management -Team.