Autonomes Fliegen

Ein Schülerblog von Christoph Schwarzl und Markus Tomsik.

Autonome Flugzeuge bzw. Flugtaxis sind ein Meilenstein in der Technikbranche
sowie in der Transportationsbranche. Das hat auch der Fahrtdienst „Uber“,
welcher mittlerweile eine ganze Konferenz über Flugtaxis organisiert, erkannt.
Aber auch viele Start-up-Unternehmen und andere etablierte Unternehmen versuchen
den großen Durchbruch zu schaffen.

EVA X01
Ein Unternehmen davon ist „EVA“. Das französische Unternehmen arbeiten an einem
Fluggerät welches den Namen „EVA X01“ trägt. Das Fortbewegungsmittel sieht
meiner Meinung nach aus wie ein kleines Auto mit Flügeln. Ich bin jedoch nicht
der einzige der das so sieht, andere Journalisten betiteln das Gerät auch als
fliegendes Auto

Aber das „kleine Flugzeug“ ist technisch gut ausgerüstet. Es besitzt 26
elektrisch betriebene Propeller und acht kleine Motoren unter dem Flügel,
welchem es einen vertikalen Start ermöglicht. Es ist möglich einen Großteil der
Flügel einzuklappen, um besser landen zu können. Der Maschine soll es möglich
sein zwei Passagiere mitzunehmen bzw. Ladung mit einer maximalen Masse von
250kg. Laut Herstellerangaben soll die Maximalgeschwindigkeit bei ca. 300 km/h
liegen und durch die eingebauten Batterien eine Reichweite bis zu maximal 250 km
haben. Das Fluggerät ist komplett autonom und benötig keinen Lenker, dies wird
mit Hilfe von einem Radarsystem, zwölf Kamerasensoren und einem Lidarsystem
ermöglicht. Letzteres wird für optische Abstandsmessungen verwendet. Weiters ist
wichtig, dass das Gerät, laut Angaben des Herstellers auf dessen Homepage, auf
einem Parkplatz landen kann, der 520 cm lang, 220 cm breit und 270cm hoch ist.
(Electric VTOL News, 8. Juni 2019 http://evtol.news/aircraft/eva-x01/)

Das Fortbewegungsmittel soll als Taxi, aber auch als persönliches Verkehrsmittel
verwendbar sein sollen.

Ehang 216 Flugtaxi Premiere in Wien
Während des 4Gamechanger Festivals wurde das Flugtaxi Ehang 216 am Donnerstag
der Öffentlichkeit präsentiert. Im Austria-Stadion gab es einen Testflug. Das
autonome, elektrisch betriebene Fluggerät wird von dem österreichischen
Luftfahrt-Zulieferer FACC und der ProSiebenSat.1Puls4-Group entwickelt sowie
beworben und kostet laut Mitbegründer und Marketingchef Derrick Xiong um die 300
000 €. Der ehemaliger Verkehrsminister Hofer meint: „Diese Drohne wird alles
ändern“ und Österreich sollte so schnell wie möglich Bedingungen für die
autonomen Flugtaxis stellen.

Der FACC-CEO Robert Machtlinger ist überzeugt und sagt, dass autonomes Fliegen
früher möglich sein wird, als autonomes Fahren.

Neben dem Transport sollen laut Xiong auch andere Dienstleistungen, wie
Paketlieferung, Essenslieferung und vieles mehr möglich sein.

Ubers Lufttaxi
Uber hat ein neues Konzept für ein Flugtaxi gezeigt. Das Flugzeug soll
Passagiere transportieren und bis 2023 reif für den Serienbetrieb sein.

Was Das Flugzeug auszeichnet ist, dass bei diesem Fluggerät die Propeller nicht
in entgegengesetzte Richtungen drehen, was meist wegen der Stabilisierung
gemacht wird. Uber empfindet das als unnötig, da laut ihrer Meinung
gleichdrehende Rotoren einen leiseren und leistungsstärkeren Betrieb
ermöglichen.

Das futuristische Gerät besitzt einen Horizontalrotor und vier Vertikalrotoren.
Der Betrieb erfolgt nur elektrisch und der Start und das Landen soll auf
Skyports, also auf großen, für den Betrieb optimierten Dächern, erfolgen. Die
Flugtaxis sollen zukünftig in der Lage sein autonom fliegen zu können.

Abbildung 1: Ubers FlugzeugAirbus-Flugtaxi
Auch Airbus arbeitet an einem autonomen Flugtaxi. Das Gerät, welches unter dem
Codenamen „Vahana“ bekannt ist soll für den autonomen Betrieb optimiert sein. In
Zukunft soll man es über das Smartphone bestellen können, wie bei den meisten
Anbietern. Der Prototyp ist 6,2 Meter breit, 5,7 Meter lang und 2,8 Meter hoch,
die Maximallast des Transportierten darf maximal 745 kg betragen.

Die Technologie ist sehr ausgeklügelt und wird in folgendem Video
veranschaulicht: https://vimeo.com/221950605

Der Volocopter
Der Volocopter soll ähnlich wie das vorher genannte Fluggerät von Uber agieren.
Zwischenlandungen erfolgen hier auch auf Hausdächern. Von den Herstellern wird
er auf der Website durch folgende Punkte beworben:

· Er erfüllt alle internationalen Sicherheitsstandards
· Durch optimiert Elektromotoren ist er leise
· Vollständig autonomer Flug oder Steuerung per Joystick mit Assistenzsystemen
· Kein Verbrennungsmotor
· Weltweit der erste Multicopter mit einer Zulassung für bemannte Flüge

Abbildung 2: Der VolocopterVorteile, Nachteile und Meinungen
Ein großer Vorteil gegenüber autonomen Autos, so meint auch EVA-CEO Olivier,
ist, dass große Staus sehr leicht umgangen werden können. Ein weiterer Vorteil,
so meinen alle Hersteller, ist, dass das autonome Fliegen wesentlich sicherer
sein kann, sofern die Technik ausgeklügelt genug ist.

Das wichtigste neben der Sicherheit ist für die Konsumenten, dass der Preis für
die Fahrt vergleichbar sein soll mit dem eines Taxis, jedoch ist es um ein
Vielfaches schneller.

Doch es gibt auch negative Punkte. Ein Beispiel wäre der Grund warum autonome
Luftfahrzeug noch nicht verbreitet sind. Denn Chris Day, Technischer Direktor
des Drohnenherstellers Schiebel, meint, dass die genannten Drohnen derzeit in
der Praxis unzureichend getestet wurden. Das Testen der Geräte in urbanen
Verhältnissen sei unrealistisch. Mit den Zitaten: „Die Zertifizierung ist das
schwierigste“ und „Europa braucht dringend Regeln für Flugtaxis“ beschwerten
sich viele Hersteller.

Dennoch meinte Uber-Chef Dara Khosrowshahi Anfang 2018, dass in zehn Jahren
Flugtaxis kommen werden. Der Chef der österreichisch-chinesischen FACC AG
hingegen sagt aber: „In den nächsten zehn bis zwanzig Jahren wird der
Luftfahrtbereich wahrscheinlich unverändert bleiben.“ Jedoch sind sich alle
Forscher sicher, dass der Umbruch definitiv stattfinden wird und sehr große
Folgen haben wird.

Der Digitalverband Bitkom veröffentlicht Statistiken einer Umfrage. Kurzgesagt
teilten 70 Prozent der Befragten die Meinung, dass sie sich in kein autonomes,
oder ferngesteuertes Flugzeug setzen würden. Bei den anderen sahen viele als
großen Vorteil dabei, dass Probleme durch körperliche Beeinträchtigung des
Piloten verhindert werden und die Technik wesentlich präziser und intelligenter
agieren kann. 93 Prozent der insgesamt Befragten sagten jedoch, dass kein
Programm die Erfahrung eines langjährigen Piloten ersetzen kann und 87 Prozent
hätten Angst vor Cyberterroristischen Attacken auf eines dieser Fluggeräte.

Quellen
– http://evtol.news/aircraft/eva-x01/
– https://futurezone.at/search/flugtaxis%20in%20europa/date/5/1
– https://futurezone.at/digital-life/ehang-216-flugtaxi-feiert-europa-premiere-in-wien/400456561
– https://futurezone.at/science/uber-praesentiert-sein-lufttaxi/400032877
– https://futurezone.at/digital-life/video-zeigt-ersten-flug-von-airbus-flugtaxi/400004687
– https://www.volocopter.com/de/

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