Ein Schülerblog von Angelika Flora.


Wie viel Weltraumschrott gibt es?

Daraus ergibt sich die Gesamtmasse an Weltraummüll von etwa 6300 Tonnen, wovon 73 % der Objekte sich im erdnahen Orbit befinden, allerdings sind dies von der Gesamtmasse nur 40 %, also etwa 2700 Tonnen. Besonders betroffen ist die Höhe von 800 Kilometern, die bevorzugte Flugbahn der Aufklärungssatelliten

Wie gefährlich ist Weltraumschrott?

Weltraumagentur ESA warnt: Weltraumschrott wird zum Problem

Gefährlich ist Weltraumschrott aber immer: Bei einer Geschwindigkeit von mehreren zehntausend Kilometern pro Stunde verwandeln sich selbst winzige Partikel in zerstörerische Geschosse.

Wie viele Satelliten gibt es?

Anzahl der Satelliten im All nach Ländern im Jahr 2020. Knapp 2.800 Satelliten kreisten Ende Juli 2020 um die Erde. Der USA gehörten zum angegebenen Zeitpunkt etwa 1.400 Stück der künstlichen Erdtrabanten im All. Auf Platz zwei lag China mit knapp 400 Satelliten.

Woher kommt der Weltraumschrott?

Woher stammt der Weltraumschrott? Der Weltraumschrott, der von Fachleuten "Space Debris" (Weltraum-Schutt) genannt wird, stammt größtenteils von Explosionen. Wenn abgesprengte Raketenstufen, in denen sich noch Reste von Treibstoff befinden, mit anderen Teilchen zusammenstoßen, explodiert der Müll im All.

Kann Weltraumschrott auf die Erde fallen?

Das Problem mit dem Weltraumschrott. Ganz selten können solche Schrottteile auch auf die Erde fallen. Es ist unwahrscheinlich, dass dabei jemand verletzt wird. Viel häufiger verglühen die Teile, wenn sie Richtung Erde fallen.

Weltraumschrott kann wichtige Satelliten oder andere Objekte in der Umlaufbahn gefährden.

Risiken

Die Geschwindigkeit zwischen Weltraummüll und einem Satelliten der Bahn beträgt größenordnungsmäßig zehn Kilometer pro Sekunde. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit besitzt ein Teilchen mit 1 g Masse eine Energie von 50 kJ, was der Sprengkraft von etwa 12 g TNT entspricht. So kann sowohl das Teilchen als auch das unmittelbar getroffene Material explodieren.

Die Module der Internationalen Raumstation (ISS) sind mit sogenannten Whipple-Schildern ausgestattet. Das sind doppelwandige Schutzschilder und können aufgrund eines Treffers in die erste Wand Einschlägen von Weltraummüll von mehreren Zentimeter Durchmesser widerstehen.

Bereits jetzt ist auf einigen Umlaufbahnen, die durch Einschläge von Weltraummüll bekannt sind, die Ausfallwahrscheinlichkeit von Satelliten nicht mehr vernachlässigbar. Selbst Einschläge kleinerer Partikel könnten Raumanzüge beschädigen und somit lebensgefährlich sein.

Die bislang größte zufällige Kollision im All war die Satellitenkollision am 10. Februar 2009. Ein deaktivierter russischer Kommunikationssatellit und ein amerikanischer Satellit des Unternehmens Iridium kollidierten in zirka 800 km Höhe über Nordsibirien. Beide Satelliten wurden dabei zerstört. Die Kollision setzte eine erhebliche Menge weiteren Weltraummülls frei.

Die Kollisionsrate von Objekten der Größenordnung 10 cm mit einem der vielen Satelliten wird auf ein Ereignis alle 10 Jahre geschätzt.

Die bemannte Internationale Raumstation, aber auch viele der Satelliten sind in der Lage, Ausweichmanöver durchzuführen, um eine als nicht unwahrscheinlich eingestufte Kollision mit einem der etwa 13.000 Objekte, deren Bahnen ständig verfolgt werden, zu vermeiden. Bereits im Jahr 2004 führte der Erdbeobachtungssatellit Envisat zwei solcher Manöver durch. Raumfähren wie zum Beispiel die Discovery mussten insgesamt sechs Ausweichmanöver fliegen. Die ISS hat bis 2009 acht Ausweichmanöver erfolgreich durchgeführt.

Mengen

Bis zum Frühjahr 2010 erfolgten in 50 Jahren Raumfahrt etwa 4700 Raketenstarts mit gut 6100 Satelliten. Davon verblieben 15.000 Bruchteile, mit mindesten 10cm Durchmesser, von Raketen und Satelliten. Vermutlich kommen noch 7000 geheim gehaltene Objekte hinzu.

Daraus ergibt sich die Gesamtmasse an Weltraummüll von etwa 6300 Tonnen. Besonders betroffen ist die Höhe von 800 Kilometern, die bevorzugte Flugbahn der Aufklärungssatelliten.

Die ISS fliegt zwischen 350 und 400 Kilometern. Sie musste bislang mehrmals Objekten ausweichen, die größer als ein Zentimeter sind. Im geostationären Orbit in 36.000 Kilometer Höhe um die Erde befinden sich zwar nur 8 % der Bruchstücke. Hier kreisen die großen tonnenschweren Telekommunikationssatelliten mit einem geschätzten Gesamtgewicht von etwa 2000 Tonnen.

Wird die Mindestgröße auf einen Zentimeter gesenkt, werden 600.000 Objekte geschätzt, zu denen noch etwa eine Million kleinere Teilchen hinzukommen.

Quellen