Von der Stahlindustrie bis hin zur Energiewirtschaft – Die „Klimasünder“

Energy Apr. 10, 2020

Ein Schülerblog von Tamara Gratsch.

Vorwort

Klimawandel, CO2-Ausstoß, Treibhausgase und viele weitere Fachwörter sind schon alltäglich in den weltweiten Nachrichten vertreten. Dieser rasche Anstieg der Erderwärmung hat in vielen Städten Aufruhr verursacht. Es ist bewiesen, wirtschaftlich bewiesen. Der Mensch hat Schuld. Wir müssen handeln. Die Anzeichen eines Wandels des Klimas sind nicht mehr überseh- und überspürbar.

Die enormen Unwetter in letzter Zeit und die Hitzewelle in der Antarktis sprechen für sich. Das größte Regenwaldgebiet der Erde, das Amazonasbecken, Buschfeuer in Australien, Kiefernwaldbrände in Deutschland, Versteppung von Russland, häufige Dürreperioden in Nordamerika, massive Trockenlegungen von Südostasien und viele weitere Gebiete in denen Waldbrände jährlich ausbrechen.

Ein Fakt, den viele Menschen nicht wissen bzw. wahrhaben wollen, ist das zu einem großen Teil der Mensch schuld ist. Von „kleinen“ Buschfeuern verursacht von Campern, Waldbesucher oder Kindern bis hin zu gezielter Brandrodung in der Landwirtschaft ist jedes Mal ein menschlicher Verursacher verantwortlich. Selbst die Waldbrände, die durch lange Trockenzeit somit als Folge des Klimawandels entstanden sind durch den Auslöser Mensch entstanden.

Wiederbelebung der Umwelt

Kein Wald, kein Problem, oder? Falsch. Aus natürlichen Kohlenstoffspeichern werden globale Kohlenstoffquellen, allerdings gibt es bereits ausgiebige Massen davon. Doch die Aufforstung der Wälder dauert zu lange bzw. ist in manchen Ländern wegen Wasser- und Nährstoffmangel nicht möglich.

Um das überreichlich vorhandene Kohlenstoffdioxid zu vernichten gibt es bereits diverse Möglichkeiten. Doch bevor sich die Wissenschaftler mit dieser Thematik befassen sollten, ist die Verminderung oder vielmehr die Vermeidung der CO2-Emissionen eine bestehende Problematik. Dass die Energie- und Wärmegewinnung (Verbrennung fossiler Rohstoffe -> Kohlekraftwerk) für enorme Menge an CO2 zuständig ist, weiß die Bevölkerung schon seit gut einem Jahrzehnt, doch einen weiteren erheblichen Anteil der Treibhausproduktion, erheblicher als der nationale Verkehr, verantwortet die Industrie.

Herausforderung für die Energiebranche

Die Industrie entwickelt sich immer weiter sowie auch in den Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Die weltweite Nachfrage nach Energie steigt und dementsprechend der Ausstoß von Treibhausgasen. Die Bevölkerung wächst und so auch die Wirtschaft, daraus schließt sich, dass sich dieser Trend fortsetzten wird. Mit Hilfe von verschiedenen Maßnahmen lässt sich der Energiewirtschaftssektor senken, wie zum Beispiel durch Umstieg auf CO2-ärmere Brennstoffe oder eine stärkere Nutzung der erneuerbaren Energien. Eine vollständige Dekarbonisierung ist das Ziel. Um all diese Maßnahmen und Ziele zu erreichen, ist es notwendig herauszufinden welche risikobehafteten Schritte erforderlich sind.

Keine unabhängigen „Verbesserungen“

Um einen Großteil der Anpassungsmaßnahmen durchzuführen ist ein Eingriff in die Industrie unabdingbar. Nehmen wir eine unvermeidliche Investition an, die Umgestaltung der Stromnetze, um sie vor Extremwetterereignissen, insbesondere starke Winde, zu schützen. Eine ähnliche Überarbeitung ist bei erneuerbaren Energien, insbesondere bei Wasserkraftwerken, zwangsläufig geboten, da veränderte Wettermuster einschneidende Folgen für die Wasserkreisläufe und damit für die Wasserkraftnutzung haben. Im Allgemeinen ist zu sagen, dass die steigende Zahl der Stürme zu häufigen Beschädigungen führen wird. Um all diese Forderungen zu ermöglichen, ist die Verwendung des Werkstoffs Stahl unausweichlich. Nun spielt die Stahlindustrie in der Klimakrise eine große Rolle.

Der Grüne Stahl

In Europa besonders in Deutschland und Österreich wir kräftig an Technologien getüftelt, um eine emissionsfreie Zukunft in der Stahlproduktion zu erreichen. Der derzeitige Stand bei Österreichs größten Stahlproduzent zeigt, dass an dem zukünftigen Ziel für die nächsten 15 Jahre und der nachhaltigen Technologien gearbeitet wird, Kohle bzw. Koks durch Wasserstoff zu ersetzten. Den Anfang macht die Umstellung der Hochöfen. Die nächsten Schritte, nämlich großtechnische Direktreduktionsanlagen, die mit wasserstoffhaltigen Gasen betrieben werden, zu erbauen, werden ab Mitte der 2020er durchgezogen. In diesen werden Eisenschwämme hergestellt, diese werden in den bestehenden Hochöfen eingeschmolzen. Des Weiteren werden diese in speziellen Elektrolichtbogenöfen mit erneuerbaren Energien zu Rohstahl umgewandelt.

Wirtschaftlicher Ausblick

„Wie sieht es in der Zukunft aus?“ Eine häufig gestellte Frage in der heutigen Zeit. Die Stahlindustrie blickt einer optimistischen Zukunft entgegen. Dies zeigt der Trend zur Elektromobilität, denn Spezialstähle sind für Karosserien, Motoren und Batterien zwingend wichtig. Wie etwa viele Politiker nach dem Dieselskandal von emissionsfreien Autos träumen, aber auch die Stahlindustrie selbst erhofft sich einen Aufschwung der E-Mobilität. Der Werkstoff Stahl kann dabei seine Nachhaltigkeit voll und ganz beweisen und auf Lebenszyklus und Ökobilanz setzten. Der Stahl kann hierbei mit seiner umfassenden Recyclingfähigkeit punkten. Dabei wird, wie schon kurz angesprochen, Stahl auch für die Infrastruktur der Elektro-Mobilität benötigt (von Ladestationen bis hin zu Kraftwerken).

Quellen:

https://bit.ly/38cgZ9y (21.02.2020)
https://bit.ly/32FFta1 (21.02.2020)
https://bit.ly/2PCqGrc (22.02.2020)
https://bit.ly/32GUHeH (23.02.2020)
https://bit.ly/2x3n2QP (23.02.2020)
https://bit.ly/38i7sh4 (23.02.2020)
https://bit.ly/2TsZ6Od (29.02.2020)
https://bit.ly/2ThMY3X (29.02.2020)
https://bit.ly/2IccukI (29.02.2020)
https://bit.ly/2TuDgKj (29.02.2020)

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