Ein Schülerblog von Alla Gushchina, Tamara Gollinger und David Kalata.

Mein Beitrag unterteilt sich in drei Themengebiete:

– Weltenergiebedarf

– Elektrische Energie

– Kernfusion als umweltfreundlichere Alternative?

Weltenergiebedarf:
Der Weltenergiebedarf ist die Menge an Primärenergie, die weltweit im Jahr
benötigt wird. 2014 lag dieser Wert bei 574 Millionen Terajoule also 574
Exajoule. Darunter befand sich eine Stromerzeugung von 21.963 TWh. Unter
Primärenergie versteht man den tatsächlich erzeugten Energiewert und nicht den
vom Menschen Verbrauchten. Wenn man zum Beispiel einen Ottomotor eines KFZ
hernimmt, wäre die Primärenergie die gesamte Energie die beim Verbrennen des
Kraftstoffes entsteht, also inklusive Wärme, welche den größten Anteil an
ungenutzter Energie wiederspiegelt (etwa 60%; also ist der Ottomotor bzw. die
Verbrennung von Benzin oder Diesel streng genommen eine Energieverschwendung).

Jetzt aber wieder zurück zum eigentlichen Energieverbrauch. Bei der Nutzung
dieser gigantischen Masse an Energie wurden 32,4 Milliarden Tonnen an CO2 also
Kohlenstoffdioxid freigesetzt. Im Vergleich dazu bindet eine herkömmliche Buche
pro Jahr nur zwischen 5 und 15 Kilogramm CO2.

Energiebedarf nach Region:
Quelle: IEA/OECD, Bevölkerung OECD/World BankWie man an dieser Grafik eindeutig
erkennen kann, gehen Bevölkerung und Energiebedarf Hand in Hand. Demnach steigt
der Energiebedarf, wenn die Bevölkerung zunimmt. Dieses Phänomen kann man
verstärkt in Entwicklungsländern wahrnehmen. Nehmen wir Afrika als Beispiel:
Zwischen den Jahren 1990 und 2008 ist die Bevölkerung um 55 Prozent gestiegen,
wobei der Gesamtenergiebedarf um 70 Prozent anstieg.

Elektrische Energie:
Wie bereits erwähnt gab es im Jahr 2014 eine Stromerzeugung von 21.963 TWh, was
umgerechnet ca. 79 Exajoule entspricht. Das heißt etwa ein-siebtel der
Primärenergie war Strom; Tendenz steigend.

Viele Expertenmeinungen beruhen darauf, dass der elektrische Strom die
Energieform der Zukunft ist. Derselben Meinung bin ich auch. Aufgrund dieses
doch sehr großen Anteils, der über die Jahre weiter steigen soll, sollte man
sich darüber Gedanken machen, wie man diese Energie erzeugt und vor allem auch
wie beziehungsweise wofür man sie benutzt. Wir in Österreich haben die
Privilegien „Donau“ und „Alpen“, die uns eine nachhaltige Stromerzeugung
ermöglichen.

Glühbirne, Idee, Kreativität, Sockel, Licht

Etwa 72% des österreichischen Stroms (elektrische Energie macht in Österreich
etwa 20% der Gesamtenergie aus) kommen aus Lauf- und Speicherkraftwerken sowie
Windkraft- und Solaranlagen. Dies sind aber nur die Erzeugerzahlen! Wer hier
denkt, dass die vollen 72% bei uns in Österreich auch verbraucht werden, liegt
leider sehr falsch. Die Wirtschaftsmänner unseres Landes wollen
„selbstverständlich“ den größtmöglichen Profit aus diesem Vorteil schlagen und
sind gar so dreist, dass sie den nachhaltigen und teuren Strom ins Ausland
verkaufen und stattdessen billigen „Atomstrom“ einkaufen, sodass sich auch
andere Länder als „nachhaltig“ küren können. Es ist quasi eine völlig
verfälschte „Win-Win“ Situation.

Kernfusion als umweltfreundlichere Alternative:
In ganz Europa wird ca. 1/4 des Stroms von Atomkraftwerken produziert, aber da
das europäische Stromnetz auch einige Verbindungsleitungen nach Asien hat, kann
der Atomstromanteil im europäischen Stromnetz auch ein wenig höher liegen – je
nach Berechnungsweise.

Eine nachhaltigere Alternative zur Kernspaltung, die zur Zeit immerhin 25 oder
mehr Prozent in Europa ausmacht und etliche Gefahren birgt, würde die Kernfusion
bieten.

Quellen:
https://oesterreichsenergie.at/daten-fakten-zur-stromerzeugung.html

https://sedl.at/Stromnetz/Atomstromanteil

https://de.wikipedia.org/wiki/Weltenergiebedarf