Genmanipulation

Zukunfts Themen März 06, 2020

Ein Schülerblog von Verena Eidherr.

Die Genmanipulation hatte ihre Anfangszeit 1971 als Ray Wu und Ellen Taylor begannen, Bakterien zu manipulieren. Der Begriff ist definiert als die Veränderung oder Neukombination von Genen. Wenn wir von Genmanipulation hören denken wir meist an Mutationen, wie mehrere Körperteile. Dann spricht man von genetisch veränderten Organismen (GVO). Allerdings muss nicht grundlegend eine Veränderung auftreten. Immerhin umfasst das Gebiet jegliche Arbeit, die mit Genen zu tun hat wie die Gentechnik, Genome Editing, Klonen und künstliche Befruchtung.

In der Gentechnik gibt es fünf Anwendungsbereiche:
• Grüne Gentechnik: Anwendung bei Pflanzen
• Rote Gentechnik: Anwendung in der Medizin und Pharmazeutik
• Weiße Gentechnik: Anwendung in der Industrie
• Graue Gentechnik: Anwendungen speziell in der Abfallwirtschaft
• Blaue Gentechnik: Anwendungen auf Lebewesen des Meeres, insbesondere Tiefseebakterien

Heutzutage könnte man ohne die Genmanipulation nicht leben.
Fast alles was wir essen ist bereits durch eine im Labor erzeugte Manipulation durchgelaufen. Am häufigsten findet man sie im Landwirtschaftssektor. Hier werden Pflanzen so modifiziert, dass sie gegen Schädlinge und Herbizide resistent sind und einen höheren Ertrag haben. Oftmals werden auch die äußerlichen Eigenschaften und der Geschmack der Früchte verändert. Dabei werden Fremd-Gens auf das Pflanzengewebe geschossen, welche sich dann in die DNA einbauen. Bei der Entwicklung der gewünschten Merkmale kann es allerdings auch dazu kommen, dass sich die Fremd-Gens an einer falschen Stelle im Erbgut einbauen und somit auch ungewünschte Merkmale sich ausprägen oder gar das Gegenteil bewirken.

Neben Pflanzen werden natürlich auch Tiere für uns angepasst oder mit genmanipulierten Lebensmitteln gefüttert. Die ersten Versuche, Tiere schneller wachsen zu lassen hatten schlimme Folgen. Es wurde versucht, menschliche Wachstumsgene in Mäuse und später Schweine und Fische einzuspeisen, was zu krankhaften Veränderungen der Organe, Krankheiten, Tumore und verkümmerten Körperteilen führte. Somit ist der Turbo-Lachs, der auch zum Verzerr zugelassen wurde, der erste Fisch mit einem verschnellertem Wachstum. Nicht nur für den Verzehr gezüchtete Tiere, sondern auch Haustiere können heutzutage genetisch auf die Wünsche des Besitzers verändert werden. In den USA werden Zierfische verkauft, die leuchten können und in China kann man seine verstorbenen Haustiere einfach nachklonen.

An Menschen wird die Genmutation zur Behandlung von Krankheiten wie Krebs, AIDS, degenerative Erkrankungen oder Gendefekten verwendet. Es wird bereits an Embryonen experimentiert, um Erbkrankheiten zu entfernen. In Reagenzgläsern wurden bereits gesunde Embryonen gezüchtet, die eigentlich einen Gendefekt hatten. Das bedeutet, Eltern könnten in Zukunft entscheiden, wie ihre Kinder aussehen sollen. Wieso das jetzt noch nicht möglich ist liegt daran, dass die Technik für diese Designerbabys noch zu fehleranfällig und riskant sind, um sie an Menschen auszuprobieren. Die Crispr1  11.01.20  Eidherr Verena  4AM Technologie, bei der verhindert wird, dass Erbkrankheiten weitergereicht werden, könnte die Zukunft sein. Dabei werden künstlich befruchtete Eizellen mit der Crispr-Lösung manipuliert und die Embryonen auf die Krankheit getestet, um später die nicht betroffenen wieder in die Gebärmutter einzusetzen. Durch die Lösung reduzierte sich bereits die Anzahl der erkrankten Embryonen auf ein Drittel aller getesteten. Was bei dieser Methode noch fraglich bleibt, ist ob die nächste Generation der mutierten Kinder Nebenwirkungen aufweisen könnten.

Die Gentechnologie hat viele positive Auswirkungen auf unser Leben und wird vor allem die Zukunft der Medizin deutlich beeinflussen. Allerdings bringt sie auch die Gefahr von nichtgewollten Mutationen mit sich. Vor allem die langzeitige Auswirkung von manipulierter Nahrung ist teils noch unbekannt. Eine Gefahr für die Artenvielfalt stellen genmanipulierte Pflanzen und Tiere dar. Bei Pflanzen fokussieren sich Gentech- Konzerne auf wenige Arten, wodurch lokale Pflanzen, die perfekt an einen Standort angepasst sind, verdrängt werden. Weiter wird das Saatgut über Vögel, Insekten und Bienen an wilde Pflanzen weitergereicht, was zu Superunkräutern, die resistent gegen Pestizide sind, führt und eine Plage für die Bauern sind. Durch die Weitergabe ist jedes folgende Saatgut gentechnisch kontaminiert, auch welches eigentlich gentechnikfrei sein sollte.

Quellen:
• https://gentechniken.de/genmanipulation-verstehen-und-einordnen/
• https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-08/crispr-mensch-gentechnik-designer-baby
• http://www.umweltinstitut.org/themen/gentechnik/gentechnik-bei-pflanzen.html • http://www.umweltinstitut.org/themen/gentechnik/gentechnik-bei-tieren.html
• http://www.umweltinstitut.org/themen/gentechnik/risiken-und-nebenwirkungen.html