Ein Schülerblog von Erwin Zhou.


Begriffserklärung: Das Wort „Diktatur“ stammt vom lateinischen Wort „dictatura“ und bezeichnet ein Amt im Antiken Rom, welches in Krisenzeiten ausgeübt werden konnte und hat wenig mit der modernen Form der Diktatur zu tun. Bei der modernen Form liegt die gesamte Macht eines Staates bei einer Person oder einer Personengruppe, welche uneingeschränkt über die Bevölkerung herrscht.

Russland
Russland wurde überhaupt nicht durch die Revolutionen zwischen dem Ende des 18. und Mitte des 19. Jahrhunderts verändert, wodurch die Zaren (=höchster Herrschertitel) uneingeschränkt weiterregierten.

Zu der Zeit war Russland noch sehr landwirtschaftlich organisiert und wurde nur schwach industrialisiert. Zar Nikolaus II. ließ zwar die Eisenbahn ausbauen und Textil- und Eisenindustrie aufbauen, jedoch bestanden 4/5 der Bevölkerung immer noch aus Bauern, welche allerlei Probleme hatten und Analphabeten waren. Den Arbeitern ging es nicht viel besser, weshalb sie sich 1905 vor dem Winterpalast sammelten, um Verbesserungen und Reformen zu fordern.

Es wurde dabei in die Menge geschossen und vielMenschen starben. Es kam zu vielen Streiks und Erhebungen. Der Zar ließ ein Parlament zu, aber noch mit wenigen Gestaltungsmöglichkeiten.
Im Ersten Weltkrieg sah es schlecht für Russland aus, wodurch es 1917 zur Februarrevolution kam, bei der der Zar ermordet wurde. Danach wurde Russland provisorisch von zwei Seiten regiert, der bürgerlichen Bevölkerung sowie der Arbeiterschaft und Soldaten. Trotz neuer Regierung ging der Krieg weiter, wodurch es weitere Streiks und Unruhen gab. Eine Gruppierung der Bolschewiki wurde immer beliebter und Lenin (richtiger Name: Wladimir Iljitsch Uljanow) stärkte diese noch mehr. Bei der Oktoberrevolution 1917 kamen die Bolschewiki an die Macht und traten aus dem Krieg aus, wodurch sie große Territorien verloren. Unter ihrer Macht wurde Russland kommunistisch. Es kam 1918 zum Bürgerkrieg, bei der die Gegner dieses Systems gegen das Militär der Bolschewiki kämpften. Er endete 1920 und Wirtschaftszusammenbruch, Hungersnot, Wanderungs- und Fluchtbewegungen waren die Folge.

Lenin starb 1922, wodurch Josef Wissarionowitsch Dschugatschwili, besser bekannt als Stalin, sein Nachfolger wurde. Stalin wollte die Industrialisierung beschleunigen und verstaatlichte die Landwirtschaft. Er förderte die Bildung, wodurch die Analphabetenrate von 56% 1920 auf 11% 1939 sank. Jedoch ließ er auch „Säuberungen“ durchführen, bei der Menschen hingerichtet oder in Gulags verschleppt wurden. Von 1929 bis Stalins Tod 1953 starben Millionen von Menschen allein in den Gulags.

Kuba

Von 1959 bis 2008 hatte Fidel Castro die Macht in Kuba. Es sollte das Leben der BürgerInnen verbessert werden. Beispielsweise waren medizinische Versorgung und Bildung kostenlos, jedoch fehlte es an vielen Gütern und Supermärkte waren oft leer, wodurch die Schwarzmärkte aufblühten. Ein Großteil der Bevölkerung lebte und lebt in ärmlichen Verhältnissen, während es Wenige gab, die sich mehr leisten konnten (meist Funktionäre der Kommunistischen Partei). Mit der Zeit wurde die wirtschaftliche Lage immer schlechter, weswegen sich der Staat für Tourismus und Investoren öffnete. Seit den 1990er vergibt die Regierung private Lizenzen, wodurch die Wirtschaft angekurbelt werden soll. Kuba öffnet sich politisch und wirtschaftlich langsam.

DDR

Ab den 1950er Jahren wurde die DDR von den Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands kurz SED nach Vorbild der UdSSR umgestaltet. Ihre Position hielten sie mit Polizei und Militär, welche schon bei kleinen Vergehen hart eingreifen konnten. Die Menschen lebten unter Einschränkungen und wurden unterdrückt. Dies führte zu großen Fluchtbewegungen. Zwischen 1949 und 1961 flohen 2,7 Mio. Menschen. Die DDR löste sich 1989 auf.

Kambodscha

In Kambodscha herrschten von 1975 bis 1979 die Roten Khmer mit Pol Pot als Regierungschef, welche nur die Landwirtschaft stärken wollten. Stadtbewohner wurden gezwungen, aufs Land zu ziehen.

Bei Massentötungen wurden Gebildete und Wohlhabende getötet, welche in Massengräbern begraben wurden. Unter der Herrschaft der Roten Khmer starben rund 2 Mio. Menschen.