Bundesregierung präsentiert Strategie gegen Antisemitismus

Ein Blog von Marko Sprengnagel

Ein gerade sehr wichtiges Thema im November 2025 ist die „Nationale Strategie gegen Antisemitismus 2.0“, die am 10. November 2025 von der österreichischen Bundesregierung vorgestellt wurde. Diese Strategie umfasst 49 konkrete Maßnahmen in acht Handlungsfeldern und soll von 2025 bis 2030 umgesetzt werden. Sie steht für das klare Bekenntnis Österreichs, jede Form von Judenhass entschieden zu bekämpfen und jüdisches Leben aktiv zu fördern.

Die Strategie baut auf der vorherigen Version aus den Jahren 2021–2024 auf und reagiert auf die alarmierende Zunahme antisemitischer Vorfälle, die sich auch durch die Ereignisse von 2023 verstärkt haben. Zu den Leuchtturm-Maßnahmen gehören unter anderem die Einführung einer verpflichtenden „Erklärung gegen Antisemitismus“ in Integrationskursen, die Förderung KI-gestützter Systeme zur Bekämpfung von Hassrede im Internet sowie der Prüfprozess für ein „Österreichisches Holocaust-Museum“ als Ort der Erinnerung.

Mit der NAS 2.0 sendet die Regierung ein starkes Signal: Antisemitismus hat in Österreich keinen Platz – weder in Worten, noch in Taten, noch im Schweigen. Die Strategie zielt auf Prävention, Schutz jüdischer Personen und Einrichtungen, die Stärkung der Medienkompetenz sowie auf verstärkte Bildungs- und Gedenkinitiativen. Sie spiegelt das parteiübergreifende Engagement und die historische Verantwortung Österreichs wider, jüdisches Leben in Österreich sicher zu machen und die Demokratie zu schützen.

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