Von der Stahlindustrie bis hin zur Energiewirtschaft – Die „Klimasünder“

Ein Schülerblog von Tamara Gratsch.

Vorwort
Klimawandel, CO2-Ausstoß, Treibhausgase und viele weitere Fachwörter sind schon
alltäglich in den weltweiten Nachrichten vertreten. Dieser rasche Anstieg der
Erderwärmung hat in vielen Städten Aufruhr verursacht. Es ist bewiesen,
wirtschaftlich bewiesen. Der Mensch hat Schuld. Wir müssen handeln. Die
Anzeichen eines Wandels des Klimas sind nicht mehr überseh- und überspürbar.

Die enormen Unwetter in letzter Zeit und die Hitzewelle in der Antarktis
sprechen für sich. Das größte Regenwaldgebiet der Erde, das Amazonasbecken,
Buschfeuer in Australien, Kiefernwaldbrände in Deutschland, Versteppung von
Russland, häufige Dürreperioden in Nordamerika, massive Trockenlegungen von
Südostasien und viele weitere Gebiete in denen Waldbrände jährlich ausbrechen.

Ein Fakt, den viele Menschen nicht wissen bzw. wahrhaben wollen, ist das zu
einem großen Teil der Mensch schuld ist. Von „kleinen“ Buschfeuern verursacht
von Campern, Waldbesucher oder Kindern bis hin zu gezielter Brandrodung in der
Landwirtschaft ist jedes Mal ein menschlicher Verursacher verantwortlich. Selbst
die Waldbrände, die durch lange Trockenzeit somit als Folge des Klimawandels
entstanden sind durch den Auslöser Mensch entstanden.

Wiederbelebung der Umwelt
Kein Wald, kein Problem, oder? Falsch. Aus natürlichen Kohlenstoffspeichern
werden globale Kohlenstoffquellen, allerdings gibt es bereits ausgiebige Massen
davon. Doch die Aufforstung der Wälder dauert zu lange bzw. ist in manchen
Ländern wegen Wasser- und Nährstoffmangel nicht möglich.

Um das überreichlich vorhandene Kohlenstoffdioxid zu vernichten gibt es bereits
diverse Möglichkeiten. Doch bevor sich die Wissenschaftler mit dieser Thematik
befassen sollten, ist die Verminderung oder vielmehr die Vermeidung der CO2
-Emissionen eine bestehende Problematik. Dass die Energie- und Wärmegewinnung
(Verbrennung fossiler Rohstoffe -> Kohlekraftwerk) für enorme Menge an CO2
zuständig ist, weiß die Bevölkerung schon seit gut einem Jahrzehnt, doch einen
weiteren erheblichen Anteil der Treibhausproduktion, erheblicher als der
nationale Verkehr, verantwortet die Industrie.

Herausforderung für die Energiebranche
Die Industrie entwickelt sich immer weiter sowie auch in den Anpassungsmaßnahmen
an den Klimawandel. Die weltweite Nachfrage nach Energie steigt und
dementsprechend der Ausstoß von Treibhausgasen. Die Bevölkerung wächst und so
auch die Wirtschaft, daraus schließt sich, dass sich dieser Trend fortsetzten
wird. Mit Hilfe von verschiedenen Maßnahmen lässt sich der
Energiewirtschaftssektor senken, wie zum Beispiel durch Umstieg auf CO2-ärmere
Brennstoffe oder eine stärkere Nutzung der erneuerbaren Energien. Eine
vollständige Dekarbonisierung ist das Ziel. Um all diese Maßnahmen und Ziele zu
erreichen, ist es notwendig herauszufinden welche risikobehafteten Schritte
erforderlich sind.

Keine unabhängigen „Verbesserungen“
Um einen Großteil der Anpassungsmaßnahmen durchzuführen ist ein Eingriff in die
Industrie unabdingbar. Nehmen wir eine unvermeidliche Investition an, die
Umgestaltung der Stromnetze, um sie vor Extremwetterereignissen, insbesondere
starke Winde, zu schützen. Eine ähnliche Überarbeitung ist bei erneuerbaren
Energien, insbesondere bei Wasserkraftwerken, zwangsläufig geboten, da
veränderte Wettermuster einschneidende Folgen für die Wasserkreisläufe und damit
für die Wasserkraftnutzung haben. Im Allgemeinen ist zu sagen, dass die
steigende Zahl der Stürme zu häufigen Beschädigungen führen wird. Um all diese
Forderungen zu ermöglichen, ist die Verwendung des Werkstoffs Stahl
unausweichlich. Nun spielt die Stahlindustrie in der Klimakrise eine große
Rolle.

Der Grüne Stahl
In Europa besonders in Deutschland und Österreich wir kräftig an Technologien
getüftelt, um eine emissionsfreie Zukunft in der Stahlproduktion zu erreichen.
Der derzeitige Stand bei Österreichs größten Stahlproduzent zeigt, dass an dem
zukünftigen Ziel für die nächsten 15 Jahre und der nachhaltigen Technologien
gearbeitet wird, Kohle bzw. Koks durch Wasserstoff zu ersetzten. Den Anfang
macht die Umstellung der Hochöfen. Die nächsten Schritte, nämlich großtechnische
Direktreduktionsanlagen, die mit wasserstoffhaltigen Gasen betrieben werden, zu
erbauen, werden ab Mitte der 2020er durchgezogen. In diesen werden Eisenschwämme
hergestellt, diese werden in den bestehenden Hochöfen eingeschmolzen. Des
Weiteren werden diese in speziellen Elektrolichtbogenöfen mit erneuerbaren
Energien zu Rohstahl umgewandelt.

Wirtschaftlicher Ausblick
„Wie sieht es in der Zukunft aus?“ Eine häufig gestellte Frage in der heutigen
Zeit. Die Stahlindustrie blickt einer optimistischen Zukunft entgegen. Dies
zeigt der Trend zur Elektromobilität, denn Spezialstähle sind für Karosserien,
Motoren und Batterien zwingend wichtig. Wie etwa viele Politiker nach dem
Dieselskandal von emissionsfreien Autos träumen, aber auch die Stahlindustrie
selbst erhofft sich einen Aufschwung der E-Mobilität. Der Werkstoff Stahl kann
dabei seine Nachhaltigkeit voll und ganz beweisen und auf Lebenszyklus und
Ökobilanz setzten. Der Stahl kann hierbei mit seiner umfassenden
Recyclingfähigkeit punkten. Dabei wird, wie schon kurz angesprochen, Stahl auch
für die Infrastruktur der Elektro-Mobilität benötigt (von Ladestationen bis hin
zu Kraftwerken).

Quellen:
bit.ly/38cgZ9y (21.02.2020)
bit.ly/32FFta1
[https://www.wwf.de/themen-projekte/waelder/waldbraende-weltweit/%20(21.02.2020)]
(21.02.2020)
bit.ly/2PCqGrc (22.02.2020)
bit.ly/32GUHeH (23.02.2020)
bit.ly/2x3n2QP (23.02.2020)
bit.ly/38i7sh4 (23.02.2020)
bit.ly/2TsZ6Od (29.02.2020)
bit.ly/2ThMY3X (29.02.2020)
bit.ly/2IccukI (29.02.2020)
bit.ly/2TuDgKj (29.02.2020)

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