Videospiele

Ein Gastblog von Beate Wehofer und John Kulha.

Videospiele sind heute alltäglich geworden, da sie durch Smartphones und
Computer für fast jeden zugänglich sind. Die Spieleindustrie macht bereits
weltweit mehr Umsatz als die Filmindustrie und wächst immer weiter. Dennoch hat
sie bei weitem noch nicht so viel Aufmerksamkeit.

Geschichte
Begonnen hat die Geschichte der Videospiele an den Universitäten in den 1950er
Jahren. Computer Wissenschafter haben aus Vergnügen die ersten simplen Spiele
entworfen, aber alles auf den Großrechnern, die ganze Räume füllen und somit nur
für ein paar wenige Menschen zugänglich waren.

Erst durch die Arcade Hallen konnte die breite Masse erreicht werden.
Bildschirme sind preisgünstiger geworden und dadurch konnten Spielautomaten
entwickelt werden. Das erste erfolgreiche Arcadespiel war Pong.

Das erfolgreiche Arcadespiel PongDurch die Videospielkonsolen kamen die Spiele
nach Hause ins Wohnzimmer. Danach kam erst der PC und brachte somit eine weitere
Möglichkeit der Videospiele: die Computerspiele.

Entstehung
Doch wie entsteht ein Spiel überhaupt? Die riesigen Spielestudios teilen die
Aufgaben in viele kleine Unterbereiche, aber grundsätzlich bestehen sie aus
diesen:

* Game Design: Entwurf eines Spiels, also wie es aufgebaut ist
* Programmierung: Die Umsetzung der Funktionen
* Grafik: Die optischen Elemente können in 2D oder 3D umgesetzt werden
* Sound: Sowohl Hintergrundmusik als auch Soundeffekte müssen gemacht werden

Das Entwickeln von Spielen wird immer zugänglicher, durch Programme wie Game
Maker Studio oder Unity kann man in kürzester Zeit eigene Spiele entwickeln.
Dadurch sind in den letzten Jahren viele kleinere Spielestudios, Indies genannt,
entstanden, die unabhängig von großen Konzernen mit geringem Budget Spiele
entwickeln. So kann ein Spiel auch nur von einer einzelnen Person erstellt
werden.

Wie schnell Spiele entwickelt werden können, sieht man bei Game Jams. Game Jams
sind Veranstaltungen, die zwischen 24 und 72 Stunden dauern und als Ziel haben,
in dieser Zeit als Team ein Spiel zu entwickeln. Die Teamgröße kann von 2 bis 12
Leuten gehen, Teamwork ist essenziell für ein gutes Spiel.

Game Jam Spiele sind vergleichbar mit Prototypen, sie machen Spaß und können
sehr interessant sein, sind aber noch lange nicht ausgereift.

Egal wie ein Spiel entsteht, ob als 1 Personen-Projekt oder als große Produktion
mit über tausend Mitarbeitern, die erstellten Welten können uns stundenlang
fesseln.

Zukunft
Der Spielemarkt wächst immer weiter und erstreckt sich in immer mehr Bereiche.

Was immer stärker im kommen ist, ist Gamification. Dabei werden in alltäglichen
Gegenständen oder auch im Internet Highscores, Erfahrungspunkte oder andere
Elemente aus Spielen angewendet. Zum Beispiel bei Fluglinien können Meilen
gesammelt werden oder auch Runtastic motiviert spielerisch. Die Zahnbürste zeigt
während dem Zähneputzen am Smartphone an, wo noch geputzt werden muss, um das
Spiel zu gewinnen.

Auch Serious Games sind immer mehr von Bedeutung. Dabei ist der Fokus auf das
Lernen gerichtet, nicht nur im Bildungsbereich, sondern auch im
Gesundheitswesen, in der Luftfahrt und der Wirtschaft. Im Spiel Pulse!! zum
Beispiel wird die Notfallaufnahme in einem Krankenhaus simuliert. So können sich
die Angestellten in einer sicheren Umgebung auf den Notfall vorbereiten. Auch
wer sich für einen Job bewirbt, kann aufgefordert werden, ein Spiel zu spielen,
um seine geistige Fitness zu beweisen.

Auch im Blogeintrag catchvuca.com/virtual-reality/ sind die Möglichkeiten durch
VR ersichtlich.

Spiele sind ein größerer Teil unseres Lebens als man es sich denkt, jeder Mensch
spielt.

Quellen
* https://www.derstandard.at/story/2000044379153/das-100-milliarden-geschaeft-videospieledie-gaming-revolution-in-zahlen
* https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Videospiele
* https://de.wikipedia.org/wiki/Gamification
* https://www.wko.at/service/innovation-technologie-digitalisierung/gamification.html
* https://www.game-learn.com/alles-was-sie-uber-serious-games-und-game-based-learningwissen-sollten-acht-beispiele/

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