Fliegende Autos

Neue Produkte Aug. 22, 2019

Geschichte

Die Geschichte der fliegenden Autos begann schon im Jahr 1917 mit Glenn Curtiss‘ Autoplane. Es war ein Flugzeug mit vier Reifen, zudem war es mit einem „Cockpit“ für die Fahrer und Passagiere ausgestattet. Es konnte zwar über sehr kurze Strecken vom Boden abheben, war aber eigentlich flugunfähig.

Glenn Curtiss‘ Autoplane

Erst knappe 20 Jahre später hob ein weiteres „Flugauto“ ab. Es wurde von der US-Behörde in Auftrag gegeben und von der damaligen „Autogyro Company of America“ (heute Pitcairn Aircraft Company) hergestellt. Getauft wurde das Gefährt auf den Namen „Pitcairn Autogyro AC-35“, wobei der erste Flug über Washington D.C. stattfand. Der Pilot und gleichzeitiger Chef der Herstellerfirma James G. Ray landete im Stadtpark von Washington D.C., baute das Fahrzeug binnen Minuten zu einem Auto um und fuhr es, begleitet von Kameras, entlang tausender Zuschauer.

Das erste fliegende Auto, das dann mehrmals flog und auch mehrfach nachgebaut wurde, wurde von Waldo Waterman entwickelt. Am 21. März 1937 führte er den Jungfernflug des „Arrowbile“ (oder auch „Aerobile“) durch. Trotz einer Flügelspannweite von 11,6m war dieses Flugauto straßentauglich, da die Flügel abmontierbar waren und an speziellen Rampen auf Flugplätzen gelagert werden konnten.
Angetrieben wurde das Arrowbile von einem Automotor, welcher das Gefährt sowohl auf dem Boden als auch in der Luft mit Energie versorgte. Die Maschine war in der Luft maximal 177 km/h schnell und fuhr am Boden je nach Quelle maximal 88 km/h oder 112 km/h (gem. NZZ). Die Reichweite betrug 640 Kilometer. Die optimistische Schätzung für den Preis lag bei 1.200 Dollar, dies, falls 10.000 Exemplare verkauft würden.

Watermans Arrowbile

“Mark my word: a combination of airplane and motorcar is coming. You may smile, but it will come.”

– Henry Ford (1940)

Was sind Flugautos eigentlich?


Fliegende Autos waren lange nur eine Science-Fiction-Vorstellung. Was vor einigen Jahren aber nur eine futuristische Idee war, könnte in Zukunft Realität werden, da unzählige Firmen bereits an Prototypen solcher „Flugautos“ arbeiten.

Ein „Flugauto“ ist – wie der Name schon sagt – eine Kombination aus Flugzeug und Auto, welches über alle notwendigen Einrichtungen verfügt, um sowohl im Straßenverkehr, als auch im Luftverkehr teilnehmen zu können. Es ist sozusagen ein „straßentaugliches Flugzeug“.

Im engen Zusammenhang mit fliegenden Autos stehen auch sogenannte „Hovercars“, welche nach dem Abheben vom Boden verschiedene bodennahe Kräfte nutzen, um sich in einer Art schwebendem Zustand fortzubewegen. Beispiele für solche Kräfte wären der Boden- oder Luftkisseneffekt, aber auch diverse magnetische Kräfte.

Modell eines möglichen Hovercars

Der Terrafugia

Der Terrafugia TF-X

Der amerikanische Flugzeughersteller Terrfaugia kündigte am 7. Mai 2013 an, ein vollständig flugfähiges Auto zu entwickeln, welches den alltäglichen Verkehr revolutionieren sollte. Bis heute ist dieses Gefährt allerdings noch in Entwicklung und eine erste Testversion ist noch nicht in Sicht.

Laut eigenen Angaben der Firma soll der TF-X bis zu 320 km/h schnell fliegen können, über die Geschwindigkeit auf der Straße ist allerdings noch nichts bekannt. Angetrieben wird das Flugauto von zwei 670PS starken Hybridmotoren, mit denen (per Flug) angeblich 805 km ohne Stopp zurückgelegt werden können.

Geplant ist das Fahrzeug als 4-Sitzer, somit wäre es als Familienfahrzeug gut geeignet.
Mit einem Preis von zirka 230 Tausend Euro ist der TF-X allerdings ein teurer Spaß.

IAA_Internationale Automobil Ausstellung

  • Ist eine Automesse in Deutschland, bei der Neuheiten in der Automobil-Branche vorgestellt werden
  • Besteht aus 9 Messehallen auf 230.000m2, 2019 gab es zirka 810.000 Besucher und rund 1000 Aussteller
  • Die Messe für PKW’s findet in ungeraden Jahren und die für Nutzfahrzeuge in geraden Jahren in Frankfurt am Main und Hannover statt
  • 1897 fand die erste Gründungsveranstaltung des Mitteleuropäischen Motorwagenvereins statt (wird auch als erste Automobilausstellung gewertet)
  • Vier Mercedes-Benz (siehe Foto), zwei Lutzmann, ein Kühlstein und ein Daimler wurden vorgestellt
  • Die 50. IAA fand 1983 unter dem Motto „Computer und Elektronik“ statt
  • Erste Modelle mit Digitalanzeigen, erster sprechender Bordcomputer von British Leyland, eingebaut in Austin Maestro, (siehe Foto)
  • Nächster Termin der IAA findet vom 12. bis zum 22. September 2019 statt
Austin Maestro, 1982
Benz Mannheim, 1912

Quellen

Generelle Information:

https://de.wikipedia.org/wiki/Flugauto

https://diepresse.com/home/wirtschaft/eco1848/5503587/Fliegendes-Auto-TFX-soll-kommendes-Jahr-ausgeliefert-werden

https://derstandard.at/

Hovercar:

https://www.motor1.com/news/175410/hovercar-renderings/

Autoplane:

https://en.wikipedia.org/wiki/Curtiss_Autoplane#/media/File:Curtiss_Autoplane_1917.jpg

Arrowbile:

https://de.wikipedia.org/wiki/Waterman_Aerobile#/media/File:Waterman_Aerobile_in_flight.jpg

Terrafugia:

https://en.wikipedia.org/wiki/Terrafugia

https://www.theverge.com/2017/11/13/16643342/volvo-geely-terrafugia-flying-car-acquisition

IAA:

https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Automobil-Ausstellung

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/02/Austin_Maestro_1982.JPG/1280px-Austin_Maestro_1982.JPG

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/86/Mercedes-benz-museum-benz-lastwagen1912-3to.jpg/330px-Mercedes-benz-museum-benz-lastwagen1912-3to.jpg

Forscher: Julian BERNDL, Sebastian STOFF Blogger: Alexander VOLLMANN

-Alexander Vollmann