Drohnenabwehr

Technischer Fortschritt Dez. 13, 2019

Ein Schülerblog von Moritz Weissenbäck.

Wer kennt sie nicht. Drohnen sind heutzutage selbstverständlich. Trotzdem ist es verblüffend wie weitreichend die Einsatzgebiete solcher unbemannten Luftfahrzeuge sind. Leider werden diese Technologien auch missbraucht, darum muss auch in Hinblick auf Drohnenabwehr etwas getan werden.

Einsatz von Drohnen

Zurzeit werden Drohnen hauptsächlich für Freizeitaktivitäten verwendet. Die Bilder aus der Luft eröffnen eine neue Ära in Sachen Fotografie und können atemberaubend sein. Drohnen können aber soviel mehr als nur Videos und Fotos aus der Luft zu machen. Auch im militärischen Bereich finden diese unbemannten Luftfahrzeuge Anwendung. Nicht zu vergessen wie sinnvoll Drohnen beim Paketausliefern wären. Mehrere Unternehmen experimentieren bereits in diesem Sektor, wie beispielsweise Amazon oder DHL. Aber nicht nur Güter lassen sich damit transportieren, sondern auch Menschen. Könnte das das Taxi der Zukunft sein?

Bildergebnis für Drohnen - Gatwick

Drohnen Gefahren

Spätestens am 19.Dezember 2018, wurde klar, dass Drohnen auch eine Kehrseite haben. Der Flugverkehr am Flughafen Gatwick wurde für fast drei Tage eingestellt und das nur wegen Drohnensichtungen. Bei einer Kollision mit einem Flugzeug kann selbst ein so kleines Objekt verheerenden Schaden anrichten. Aber nicht nur am Flughafen können Drohnen Schaden anrichten, auch bei Atomkraftwerken und anderen gefährlichen Gebäuden kann es zu schrecklichen Ereignissen kommen. Weiters können Drohnen auch Bomben an einprogrammierten Stellen abwerfen, oder zur Spionage missbraucht werden.

Drohnenabwehr Methoden

Wie kann man nun gefährliche Drohnen abwehren? Es gibt mehrere Möglichkeiten, wobei diese immer situationsabhängig sind. Dennoch haben die meisten Drohnen ein Sicherheitssystem eingebaut, das verhindert, dass verbotene Lufträume beflogen werden können. Werden diese Systeme umgangen, oder werden selbstgebastelte Drohnen verwendet müssen verschiedene Methoden verwendet werden um die Gefahr zu beseitigen.

Jamming

Mittels eines Störsignals wird die Funkverbindung zwischen dem Piloten und der Drohne beeinträchtigt. Die Drohnen landen dadurch meist selbstständig am Ausgangspunkt oder einfach sofort am Boden.

Spoofing

Spoofing wird dann verwendet, wenn die Drohne nicht aktiv gesteuert wird, sondern bestimmte Wegpunkte über GPS abfährt. Durch einen Sender können die GPS Daten der Drohne beeinflusst werden und sie fliegt dadurch woanders hin und kann sicher gelandet werden.

Laser

Vor drei Wochen hatte der Raketenhersteller MBDA den Abschuss einer kleinen Drohne durch einen Hochenergielaser demonstriert.

Große Laserkanonen wie diese können Drohnen, die nicht durch Störsignale gelandet werden können, schnell vom Himmel schießen. Mehrere unbemannte Flugobjekte können so in kurzer Zeit mittels Strahlen, flugunfähig gemacht werden.

Drone Catcher

Wenn die Drohne nicht abstürzen darf, weil sie beispielsweise über einer großen Menschenmasse fliegt, kommt der Drone Catcher zum Einsatz. Dies ist eine weitere Drohne die mit einem Netzt, das verschossen werden kann, die gefährliche Drohne wegfliegen kann.

Greifvögel

Die Vögel werden trainiert, Drohnen anzugreifen und zum Boden zu bringen. Dies ist effektiv, wenn die Technik nichts gegen eine fremde Drohne ausrichten kann.

Wie Sie sehen gibt es eine Vielzahl an Abwehrmethoden, dennoch gibt es mehrere Probleme: Wenn das anvisierte unbemannte Luftfahrzeug zu schnell ist, wird es schwierig, einzugreifen. Auch das Überführen der illegalen Drohnenpiloten gestaltet sich als sehr schwierig. Trotzdem wird weiter geforscht, um die Gefahr aus der Luft einzudämmen.

Quellen:

https://www.drohnen-fotografie.de/drohnenfotografie.html (Bild1)

https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/flughafen-london-gatwick-warum-drohnen-fuer-flugzeuge-gefaehrlich-sind-a-1245082.html (Bild2)

https://netzpolitik.org/2015/strahlenwaffen-und-stoersender-bka-leitet-zwei-internationale-arbeitsgruppen-zur-abwehr-kleiner-drohnen/ (Bild3)

https://www.youtube.com/watch?v=zByK13SX_vI

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