in Schülerblog von Melanie Taurer.


Seit Jahrhunderten dienen Kräuter und Pflanzen als Heilmittel, um Schmerzen zu lindern bzw. Krankheiten zu heilen. Die Arzneimittelforscher sind aber erst ca. 130 Jahren in der Lage, wirksame Medikamente auf Wirksubstanzen zu entwickeln.

Abb. 1: Medikamente erst am Ende des Einkaufs abholen - AzetPR

Unter Arzneimittel (abgeleitet von „Arznei“) oder gleichbedeutend Medikament (lateinisch medicamentum: „Heilmittel“) versteht man eine Zusammensetzung eines Stoffes, die zur Heilung menschlicher und tierischer Krankheiten hilft. Arzneimittel existieren in unterschiedlichen Formen, z.B. als Tabletten, Kapseln, Salben, Tropfen und Injektionslösungen.

Arzneimittelinformation:

Zuverlässige Informationen sind unerlässlich für die sichere Anwendung von Arzneimitteln. Bei Fertigarzneimitteln ist die amtliche Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels ein zentrales Dokument, von dem sich ein großer Teil der Arzneimittelinformation ableitet. Dort werden beispielsweise Zusammensetzung, Anwendungsgebiete, Dosierung, Gegenanzeigen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen angegeben. Als Fachinformation wird die Information von den Herstellern vor allem für Fachkreise bereitgestellt. Auch die Packungsbeilage für den Verbraucher leitet sich inhaltlich von diesem Dokument ab.

Entwicklung:

Von der Entdeckung bis zur Zulassung muss ein Wirkstoff viele Prozesse durchlaufen. Die Entwicklung neuer Arzneimittel umfasst die Identifizierung und nichtklinische Entwicklung neuer Wirkstoffe (Arzneistoffe), sowie die klinische Prüfung. Wegen der umfangreichen und langwierigen vorgeschriebenen Wirksamkeits- und Verträglichkeitsprüfungen ist die Entwicklung eines innovativen Arzneimittels sehr teuer. Neue Wirkstoffe werden deshalb von den Entwicklern patentiert. Erst nach Ablauf des Patentschutzes, können andere Firmen günstigere Arzneimittel mit dem gleichen Wirkstoff auf den Markt bringen. Die Entwicklung eines Arzneimittels ohne neuen Wirkstoff, beispielsweise eine neue Arzneiform eines bekannten Arzneistoffes, ist weit weniger aufwendig.

Abb. 2: 355.798 Medikament Bilder und Fotos - Getty Images

Herstellung:

Die Herstellung eines Arzneimittels beginnt mit der Isolation des Wirkstoffes. Mit Hilfsstoffen werden sie in eine bestimmte Arzneiform wie z.B. Kapseln, Tabletten oder Salbe gebracht. Danach wird das Arzneimittel maschinell in eine speziell entworfene Verpackung abgefüllt. Die Arzneimittel werden chargenweise, d.h. in Losen, hergestellt. Maßnahmen zur Qualitätskontrolle und -sicherung stellen sicher, dass nur qualitativ einwandfreie Arzneimittel in den Verkauf gelangen. Sollte einmal eine Charge als mangelhaft erkannt werden, können die Arzneimittel aufgrund der Chargennummer zurückgerufen werden. Die Sicherheit der Arzneimittel für den Verbraucher muss unbedingt gewährleistet sein. Die Herstellung unterliegt deshalb einer strengen behördlichen Kontrolle.

Anwendung:

  • Nehmen Sie Ihre Tabletten und Kapseln immer stehend mit einem Glas Leitungswasser ein! So kann sich der Wirkstoff lösen.
  • Wichtige Ausnahme:Eisentabletten immer mit einem Glas Orangensaft einnehmen.
  • Meiden Sie die Einnahme von Alkohol und Genussmitteln. Sonst ist das Medikament unwirksam.
  • Beachten Sie den Einnahmezeitpunkt und Rhythmus!
    „morgens nüchtern“ = 30 bis 60 Minuten vor dem Frühstück
    „vor dem Essen“ = mindestens 30 Minuten vor dem Essen
    „zwischen dem Essen“ = Abstand von 2 Stunden zwischen den Mahlzeiten
    „zweimal täglich“ = alle 12 Stunden
    „dreimal täglich“ = alle 8 Stunden

Quellen: