Ein Schülerblog von Bernhard Hösch.


Der 3D-Biodruck hat sich in den letzten Jahren zu einem führenden Segment der 3D -Druckindustrie entwickelt. Früher fand man in Nordamerika Interesse am 3D-Biodrucken, doch nun forschen bereits viele Unternehmen, Labore und Universitäten auf der ganzen Welt in diesem Gebiet.

Dank 3D-Drucktechniken können Zellen und Biomaterialien kombiniert und Schicht für Schicht abgeschieden werden, um biomedizinische Teile herzustellen, die die gleichen Eigenschaften wie natürliches Gewebe vorweisen. Zum Aufbauen dieser gewebeähnlichen Strukturen können verschiedene Bioinks (Tinten) verwendet werden, welche man auch oft in der Medizin und in der Gewebeforschung findet. Doch das war Ziel und die Kunst des Bio 3D-Druckens ist, ein voll funktionsfähiges menschliches Organ erfolgreich zu drucken.

Obwohl diese vielversprechende Technologie als die Zukunft der Medizin gilt, gibt es immer noch viele Dinge, die mit diesem Druckverfahren verbunden sind, die man noch nicht weiß und erforschen muss.

Es ist ein bekanntes Problem, dass die Nachfrage nach Transplantaten jedes Jahr weiter steigt. Schon allein in den Vereinigten Staaten gab es 2019 113.000 Menschen, die auf ein Organ zur Transplantation warteten. Da die Zahl der Menschen auf der Warteliste jedes Jahr nach wie vor viel größer ist als die Zahl der Spender und Transplantationen, scheint die Lösung auf den 3D-Biodruck hinauszulaufen. Grund dafür ist zum Beispiel, dass die Menschen immer älter werden und im hohen Alter dann manchmal neue Organe brauchen und sie diese auch aufgrund der fortgeschrittenen Medizin transplantiert bekommen könnten. Nur leider ist das auf Grund der mangelnden Spenderorgane oft nicht möglich.

Tatsächlich gab es einen wichtigen Durchbruch im medizinischen Bereich bereits im April vor 2 Jahren. Ein Forscherteam der Universität Tel-Aviv (TAU) konnte es schaffen, ein echtes Herz aus menschlichen Zellen zu drucken. Dieses Herz entsprach vollständig den immunologischen, zellulären und anatomischen Eigenschaften eines menschlichen Patienten. Selbst wenn es nur die Größe eines Kaninchenherzens hatte, war seine Komplexität eine absolute Premiere: „Es ist den Menschen in der Vergangenheit gelungen, die Struktur eines Herzens in 3D zu drucken, aber nicht mit Zellen oder Blutgefäßen. Unsere Ergebnisse zeigen das Potenzial unseres Ansatzes für die zukünftige Entwicklung eines personalisierten Gewebe- und Organersatzes“, erklärte Prof. Tal Dvir, der die Forschung zu dieser Studie leitete.

Quelle: https://www.3dnatives.com/de/featured-biodruck-180520171/