Verschmutzung der Ozeane

Ein Blog von Flora Leeb

Der Ozean – dieses unendliche Blau, das unseren Planeten ausmacht, wird von Tag
zu Tag mehr zur Müllhalde der Erde. Von Plastiksäcken bis hin zu Pestiziden
landet der meiste Abfall, den wir an Land produzieren, irgendwann im Meer. Doch
dies kann fatale Folgen haben.

Wir müssen jetzt etwas dagegen machen.

Ursachen der Verschmutzung
Es gibt mehrere Möglichkeiten wie Plastik ins Meer gelangen kann, die größten
Probleme liegen aber oft in Ländern, die über keine gute Abfallwirtschaft
verfügen.

Land
Müll wird oft einfach irgendwo abgeladen oder auf einer Deponie gesammelt.
Befinden sich diese Ablageplätze in Meeresnähe kann Plastikmüll durch Wind ins
Meer geweht werden.

In diesem Zusammenhang spielt auch der durch den Tourismus zurückgelassene Müll
an Stränden eine Rolle. Auch illegal in Flüssen entsorgter Plastikmüll landet
oft im Meer.

Schifffahrt
Eine weitere große Müllquelle ist die illegale Entsorgung von Müll durch Schiffe
auf hoher See. Grundsätzlich ist der Eintrag von Plastikmüll ins Meer per Gesetz
verboten, doch dieses wird von vielen einfach ignoriert. Genau diesen Umstand
legt eine Studie nahe. Diese Studie [https://www.pnas.org/content/116/42/20892]
besagt, dass 75% des im südatlantischen Ozean befindlichen Plastikmüll von
Frachtschiffen stammen. Zusätzlich kann es vorkommen, dass Containerschiffe
einen Teil ihrer Ladung verlieren und somit auch das Meer verschmutzen.

Fischerei
Bis zu 10 Prozent des Plastikmülls stammen von verloren gegangener oder
zurückgelassener Fischereiausrüstung. So besteht der Great Pacific Garbage
Patch, laut EU-Kommission
[https://ec.europa.eu/fisheries/sites/fisheries/files/lost-fishing-gear_en.pdf],
zu 47% aus Fischereiausrüstung. Demnach werden etwa 20% der in der Fischerei
genutzten Ausrüstung im Meer zurückgelassen.

Mikroplastik
Eine weitere Bedrohung für die Pflanzen- und Tierwelt im Meer ist Mikroplastik.
Als Mikroplastik bezeichnet man kleine Kunststoffteilchen
[https://de.wikipedia.org/wiki/Kunststoff] mit einem Durchmesser unter 5 mm. Man
kann zwischen den zu Gebrauchszwecken produzierten Mikroplastikpartikeln, z. B.
in Kosmetika [https://de.wikipedia.org/wiki/Kosmetik], Zahnpasta
[https://de.wikipedia.org/wiki/Zahnpasta] oder Babywindeln
[https://de.wikipedia.org/wiki/Windel], und solchen, die durch den Zerfall von
Plastikmüll entstehen unterscheiden.

Kunststoffpartikel beiderlei Herkunft verursachen Probleme in der Umwelt,
insbesondere weil sie schwer abbaubar sind und eine ähnliche Dichte
[https://de.wikipedia.org/wiki/Dichte] wie Wasser aufweisen.

Fakten
* jedes Jahr gelangen weltweit
[https://de.wikipedia.org/wiki/Globalisierung#Globalisierung_der_Umweltprobleme]
über drei Millionen Tonnen Mikroplastik-Partikel ins Meer
* es wurde bereits Mikroplastik imMarianen Graben
[https://de.wikipedia.org/wiki/Marianengraben] entdeckt – der tiefsten Stelle
im Weltmeer [https://de.wikipedia.org/wiki/Ozean]
* im Mittelmeer [https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelmeer] kommt Schätzungen
zufolge auf zwei Plankton [https://de.wikipedia.org/wiki/Plankton]-Lebewesen
ein Teil Mikroplastik
* 2013 bestand der Sandstrand [https://de.wikipedia.org/wiki/Sandstrand]
mancher Meeresbuchten zu drei Prozent aus Mikroplastik. Man vermutet eine
weitere Zunahme dieser Quote.

Gefahr für Meeresschildkröten
Im Jahr 2018 untersuchten britische Forscher*innen 100 tote Meeresschildkröten
und fanden in jeder einzelnen Plastikteile. Solche Untersuchungen gibt es immer
wieder und sie alle deuten darauf hin, dass die Menge des Kunststoffmülls in den
Meeren ein ernstes Problem darstellt.

Zwar lässt sich bei toten Meerestieren nicht immer mit Gewissheit herausfinden,
ob es der Müll war, der sie getötet hat – doch dass die Kunststoffabfälle in den
Ozeanen Meeres-Lebewesen töten und eine massive Gefahr für die maritimen
Ökosysteme darstellen steht fest.

Innovative Projekte
Das Projekt everwave (früher Pacific Garbage Screening) kommt aus Deutschland
und wurde von der Architektin Marcella Hansch ins Leben gerufen. Die Idee
entwickelte sie ursprünglich in ihrer Masterarbeit: Eine schwimmende Plattform,
deren spezielle Bauweise es ermöglichen kann, Plastikpartikel aus dem Wasser zu
filtern. Der Ansatz funktioniert ohne Netze – so werden Meeres-Lebewesen nicht
gefährdet. Zudem soll die Plattform energetisch autark arbeiten.

Quellen:
* everwave.de
* de.wikipedia.org/wiki/Mikroplastik
* bean-spectacles.com/blog/2019/11/03/woher_kommt_das_plastik_im_meer/
* www.wwf.ch/de/unsere-ziele/verschmutzung-der-meere
* utopia.de/ratgeber/die-wahren-ursachen-von-plastikmuell-im-meer/

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