Fermi-Paradoxon

Ein Schülerblog von Jakob Mucherl und Robert Unfried.

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Allgemein
Das Fermi-Paradoxon ist ein Gedankengang des Physikers Enrico Fermi aus dem Jahr
1950, der sich der Frage widmet, warum wir noch keine Aliens gefunden haben.
Genau darum soll es in diesem Blog gehen, doch als kurzes Vorwort sollte an
dieser Stelle gesagt werden, dass das Universum und unsere Galaxie von uns noch
so gut wie nicht erforscht sind und wir daher nur Theorien aufstellen können.
Das Thema ist daher eher ein Gendankspiel als eine wissenschaftliche
Untersuchung, was es aber nicht weniger interessant macht.

Wie wahrscheinlich ist es das es Aliens gibt?
Schon öfters haben uns Nachrichten von diversen Satelliten und oder Raumsonden
erreicht, dass ein neuer potentiell bewohnbare Planet gefunden wurde. Egal ob in
unserem Sonnensystem oder so weit weg, dass ihn die Menschheit nie erreichen
wird, wir wissen, dass es sie gibt. Genauer gesagt gibt es in der Milchstraße
statistisch gesehen 4.000.000.000 Planeten, die die richtigen Bedingungen für
die Entstehung von Leben erfüllen. Trotzdem hat eine Sache bei all diesen
Meldungen bis jetzt gefehlt, die Aliens. Eine richtige Zivilisation, mindestens
so weit entwickelt, wie die menschliche. Doch so wie es zurzeit aussieht sind
wir zumindest in unserer Galaxie allein. Von anderen Galaxien werden wir sowieso
nie etwas hören, die sind einfach zu weit weg.

Das Universum und somit auch die Milchstraße gibt es mittlerweile schon seit
über 13 Milliarden Jahren. Doch das ist noch nicht alles, denn zumindest von
einigen der entdeckten bewohnbaren Himmelskörper weiß man, dass sie um ein
Vielfaches älter sind als die Erde. Wie wahrscheinlich ist es, dass die
Menschheit unter diesen Umständen wirklich die erste Zivilisation ist?

Auch wenn es unter Wissenschaftlern immer wieder unterschiedliche Meinungen zu
der Frage gibt, wie wahrscheinlich die Entstehung von komplexem Leben generell
ist, können wir davon ausgehen, dass die menschliche Zivilisation nicht die
Erste ist, daher stellt sich die Frage, wo sind die denn alle?

Die drei Arten von Zivilisationen
Um eine Antwort auf diese Frage zu finden müssen wir erstmal Zivilisationen nach
ihrem technischen Fortschritt kategorisieren. Dafür verwenden wir das Modell von
Nikolai Kardaschow, in dem es 3 Typen von Zivilisationen gibt.

Typ 1
Eine Typ 1 Zivilisation beherrscht ihren Planeten. Das bedeutet, dass sie sowohl
alle Probleme auf diesem lösen kann und 100% der verfügbaren Energie des
Planeten nutzt. Die menschliche Zivilisation hat also noch nicht einmal dieses
Stadium gemeistert und wird es voraussichtlich in den nächsten Jahrzehnten auch
noch nicht abschließen.

Typ 2
Eine Typ 2 Zivilisation kann abgesehen von der Energie des eigenen Planeten auch
die gesamte Energie des eigenen Sternes nutzen. Für die Menschheit ist das heute
zwar noch unvorstellbar, aber es gibt schon Konzepte dafür, wie z.B. die
Dyson-Sphäre.

Typ 3
Eine Typ 3 Zivilisation hat die Kontrolle über ihre gesamte Galaxie und damit
auch Energie erlangt und ist daher allen anderen Lebensformen in der Galaxie
überlegen.

Wo sind die alle?
Schätzungen zufolge brauch die Menschheit noch ein paar Millionen Jahre, um den
Typ 3 Status zu erlangen. Doch wenn Aliens höchstwahrscheinlich gegenüber uns
schon mehrere Milliarden Jahre Vorsprung hatten, wo sind sie dann?

Auf diese Frage gibt es mehrere Antworten und wir können uns bei keiner davon
sicher sein und auch keine ausschließen:

Die Hypothese der ungewöhnlichen Erde
Viele Wissenschaftler sagen das es eher unwahrscheinlich ist, dass da ähnliche
zu uns bekannten Erde draußen im Weltall in einem anderen Sonnensystem kreist.
Der Grund für diese Hypothese ist, dass unsere Erde durch sehr viele und
unwahrscheinliche Zufälle entstanden ist. Solche Zufälle sind:

* Position des Sonnensystems (Strahlung)
* Position der Erde im Sonnensystem (Temperatur)
* Relativ großer Mond (Erdachse)

Durch die Drake-Gleichung wurde mit bestimmten Parametern festgestellt, dass in
unserer Galaxie nur eine Zivilisation existiert – die unsere. Diese Hypothese
wird als überzeugend angesehen, doch sagen manche Leute das erdähnliche Planeten
gar nicht so selten sein können, da immer mehr Exoplaneten entdeckt werden
Weiterleben unserer Spezies über Hunderttausende von Jahren wenig ändert.
Dadurch könnten Zivilisationen zeitlich und räumlich schlicht zu weit
auseinanderliegen, um einander zu begegnen.

Wir werden ignoriert
Bei dieser Annahme wird vorausgesetzt, dass unter allen Zivilisationen in
unserer Nachbarschaft eine Regel gilt: eine Kontaktaufnahme zu vermeiden. Diese
Hypothese wird auch als „Zoo – Hypothese“ bezeichnet (früher auch
„Aurora-Effekt“ von Kim Robinsons). Es gibt auch einige Parallelen zu unserer
Vorstellung von außerirdischem Leben, z.B: als der Science-Fiction-Autor Gene
Roddenberry in Star Trek als „Oberste Direktive “, ein striktes
Nichteinmischungsgebot, zumindest, solange eine Zivilisation nicht eine
definierte Schwelle überschritten hat, formulierte (z.B: Die Fähigkeit zum
interstellaren Reisen).

Quellen:
* https://www.youtube.com/watch?v=wWSJYr1Lr0E&t=186s
[https://www.youtube.com/watch?v=wWSJYr1Lr0E&t=186s]
* https://www.youtube.com/watch?v=_UG_AtiyEmQ
* https://www.youtube.com/watch?v=_oE2Z6jnrzc&t=318s
[https://www.youtube.com/watch?v=_oE2Z6jnrzc&t=318s]
* https://de.wikipedia.org/wiki/Fermi-Paradoxon

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